Rheinstetten – September 2026.
Bei der Sanierung oder Umnutzung von Bestandsgebäuden zu Kindertagesstätten rücken Türen früh in den Fokus der Planung. Neben Anforderungen an Schallschutz, Robustheit und Gestaltung spielt insbesondere der Schutz vor Quetsch- und Scherstellen eine zentrale Rolle. Spezielle Renovierungszargen ermöglichen es, vorhandene Stahl- oder Holzzargen weiterzuverwenden und mit zeitgemäßen Fingerschutztüren zu kombinieren.
Gerade beim Umbau bestehender Gebäude zu Kindertagesstätten stellt die Erneuerung der Türen Planer und Bauherren häufig vor eine besondere Aufgabe. Einerseits sollen die Türen den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Nutzung und Schallschutz entsprechen. Andererseits bedeutet der vollständige Ausbau vorhandener Stahlzargen oftmals erhebliche Eingriffe in angrenzende Wände, Bodenbeläge und Oberflächen. Auch historische oder handwerklich hochwertige Holzzargen sollen bei Sanierungen nach Möglichkeit erhalten bleiben. Für solche Situationen stehen Renovierungslösungen zur Verfügung, bei denen vorhandene Zargen Bestandteil der neuen Türkonstruktion bleiben. Küffner hat hierfür mehrere Aluminiumzargen entwickelt, die mit Fingerschutztürblättern kombiniert werden können. Ziel ist es, Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz zu reduzieren, Montagezeiten zu verkürzen und gleichzeitig den bestehenden lichten Durchgang möglichst weitgehend zu erhalten.
Fingerschutz bei der Sanierung von Kitas
Für Türen in Kindertagesstätten ist insbesondere der Schutz der Finger an Band- und Schlosskante von Bedeutung. Die DGUV Regel 102-602 behandelt unter anderem die Vermeidung von Quetsch- und Scherstellen an Türen. Bei einer Sanierung können bestehende Türen zwar grundsätzlich beispielsweise mit montierten Schutzprofilen oder Fingerschutzrollos nachträglich ergänzt werden. Alternativ lässt sich jedoch auch die komplette Türkonstruktion so erneuern, dass der Fingerschutz konstruktiv in Türblatt und Zarge dauerhaft integriert ist. Gerade bei größeren Sanierungen oder bei der Umnutzung von Gebäuden zu Kindertagesstätten bieten Küffner-Fingerschutztüren ® entscheidende Vorteile hinsichtlich Dauerhaftigkeit, Gestaltung und Wartungsaufwand.
Renovierungszargen für bestehende Stahl- und Holzzargen
Küffner bietet für unterschiedliche Bestandssituationen drei unterschiedliche Renovierungszargen für die Kombination mit seinen Fingerschutztüren an. Die Systeme RENOFI, EFI und RFI ermöglichen die Kombination mit vorhandenen Zargen, ohne dass bestehende Stahl- oder Holzzargen aus dem Baukörper entfernt werden müssen. Ein wesentlicher Gesichtspunkt bei der Entwicklung war dabei die Erhaltung eines möglichst großen lichten Türdurchgangs.
Sanierung vorhandener Stahlzargen mit nur 8 mm Durchgangsverlust
Besonders wenig Raum beansprucht die Aluminium-Eckzarge Typ EFI. Das einteilige Zargenprofil wurde für die falzseitige Ertüchtigung vorhandener Stahlzargen entwickelt. Die Montage erfolgt durch eine Kombination aus Spritzverklotzung und Verschraubung in den Falz der bestehenden Stahlzarge. Der Eingriff in angrenzende Wand- und Bodenflächen kann dadurch, gegenüber dem vollständigen Ausbau von vorhandenen Stahlzargen, deutlich reduziert werden. Ein besonderer Vorteil: Der lichte Durchgang reduziert sich beim Einsatz der EFI-Eckzarge lediglich um 8 mm. Gerade in Bestandsgebäuden kann dies von großer Bedeutung sein, da vorhandene Türöffnungen häufig nur begrenzte Reserven für zusätzliche Profilaufbauten bieten. Jeder Millimeter, der bei einer Renovierung erhalten bleibt, verbessert die spätere Nutzbarkeit des Durchgangs sowei des Gebäudes. Die EFI-Zarge lässt sich mit den Fingerschutztürblättern von Küffner zu einem vollständigen Türelement für Kindertagesstätten, Schulen und vergleichbare Einrichtungen kombinieren.
Vollständige Überdeckung vorhandener Stahlzargen
Für Situationen, in denen bestehende Stahlzarge vollständig verkleidet werden sollen, steht die Aluminiumzarge Typ RENOFI zur Verfügung. Die Renovierungszarge ist als zweischalige Umfassungszarge ausgeführt. Falz- und Verkleidungsteil umfassen die vorhandene Stahlzarge und schaffen eine vollkommen neues Zargenbild mit eloxierter oder pulverlackierter Oberfläche. Die Montage erfolgt trocken. Montageschaum oder Zementmörtel werden nicht benötigt. Die bestehende Stahlzarge verbleibt im Baukörper – es entsteht keine aufwändige Baustelle. Der lichte Durchgang reduziert sich bei dieser Lösung um ca. 40 mm.
Historische Holzzargen erhalten
Eine besondere Situation entsteht bei älteren Gebäuden mit massiven oder gestalterisch erhaltenswerten Holzzargen. Für diese Anwendungen wurde die Aluminium-Eckzarge Typ RFI entwickelt. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Falzausbildungen und Profilformen vorhandener Holzzargen teilweise zu überdecken und diese mit einer Original-Fingerschutztür zu kombinieren. Historisch wertvolle Holzzargen können erhalten werden, während die Türfunktion an heutige Anforderungen angepasst wird. Das Profil ist ebenfalls anwendbar für die Ertüchtigung von Stahlzargen. Der lichte Durchgang reduziert sich dabei um ca. 18 mm.
Integrierter Fingerschutz an Band- und Schlosskante
Die Renovierungszargen werden mit den Fingerschutztürblättern FST 42 oder FST 70 kombiniert.
Der Fingerschutz ist dabei sowohl an der Bandkante als auch an der Schlosskante konstruktiv in das Türelement integriert. Nachgiebige Profile bilden in den Türblattkanten Knautschzonen, an denen die Gefahr von Verletzungen der Finger und Hände reduziert wird. Die elastischen Profile übernehmen gleichzeitig eine Dämpfungsfunktion beim Auftreffen des Türblatts auf die Zarge beziehungsweise auf die Falzdichtung.
Die Türblätter stehen in unterschiedlichen Schallschutzausführungen zur Verfügung. Für FST 42 werden Prüfwerte bis Rw,P 37 dB, für FST 70 bis Rw,P 42 dB angegeben. Darüber hinaus erfüllen die Türen nach Herstellerangaben die Beanspruchungsgruppe 4 EXTREM nach DIN EN 1192 sowie Klimaklasse 2 beziehungsweise Prüfklima b nach DIN EN 1121 und DIN EN 12219.
Emissionsprüfung für nachhaltiges Bauen nach Vorgaben der DGNB
Neben Sicherheit und Dauerhaftigkeit gewinnen bei der Planung von Kindertagesstätten, Schulen und Pflegeeinrichtungen auch Anforderungen an emissionsarme Baustoffe an Bedeutung. Küffner hat deshalb Fingerschutztüren mit HPL- und furnierten Oberflächen entsprechenden Emissionsprüfungen unterzogen.
Dabei wurden nach Herstellerangaben auch Anforderungen der DE-UZ 176 „Emissionsarme Bodenbeläge, Paneele und Türen aus Holz und Holzwerkstoffen für Innenräume“, Ausgabe 01/2026, berücksichtigt.
Die geprüften Konstruktionen können damit auch für Projekte relevant sein, bei denen Anforderungen aus Nachhaltigkeitszertifizierungen wie dem DGNB-System berücksichtigt werden.
Weniger Eingriffe in den Bestand
Die Weiterverwendung vorhandener Zargen kann bei einer Sanierung mehrere Vorteile miteinander verbinden. Der aufwendige Ausbau bestehender Stahl- oder Holzzargen entfällt. Eingriffe in angrenzende Wandflächen können reduziert und Folgearbeiten anderer Gewerke vermieden oder verringert werden. Gleichzeitig verkürzt sich der Umfang der Arbeiten im unmittelbaren Türbereich. Gerade für kommunale Bauherren und Träger von Kindertagesstätten können neben den Investitionskosten deshalb auch Bauzeit, Nutzungsausfall und spätere Unterhaltskosten wichtige Entscheidungskriterien sein. Mit den unterschiedlichen Renovierungszargen lassen sich die Systeme an verschiedene Bestandssituationen anpassen – von der vollständigen Verkleidung einer Stahlzarge über die besonders schlanke EFI-Lösung bis hin zum Erhalt historischer Holzzargen.
Planungsunterstützung für Architekten und Bauherren
Für die Planung der unterschiedlichen Zargen- und Wandanschlüsse stellt Küffner technische Unterlagen in mehreren Formaten zur Verfügung. Dazu gehören Zeichnungen im DWG-, DXF- und PDF-Format, Ausschreibungstexte sowie Montageanleitungen. Die Unterlagen sollen Architekten, Fachplanern, kommunalen Bauämtern und Bauherren die Beurteilung bestehender Türsituationen und die Auswahl einer geeigneten Renovierungslösung erleichtern.
Weitere Informationen, Broschüren sowie CAD-Daten stehen auf der Website von Küffner zur Verfügung – siehe www.kueffner.de/Fingerschutztueren
Über Küffner
Die Küffner Aluzargen GmbH & Co. OHG in Rheinstetten am Silberstreifen wurde 1905 als Schreinerei in Durlach gegründet. 1970 erfand Reinhold Küffner die Aluminiumzarge für Türen aus Holz, Kunststoff und Glas. Heute reicht das Programm von Innentüren mit Aluminiumzargen über Sockelprofile und Elektrokanäle bis zu Paneelen für Wand, Decke und Fassade. Das Unternehmen ist Marktführer für barrierefreie Raumspartüren für Krankenhäuser und Seniorenheime, sowie Fingerschutztüren für Schulen und Kindertagesstätten.